Rose und Wissenschaft, Teil 1

Was wir hier schon seit langem behaupten, ist nun auch offiziell bewiesen: Die Rose tut gut. Seit gut 15 Jahren widmen sich die Weisskittel rund um den halben Globus vermehrt unserer Lieblingsblüte. Zahlreiche akademische Studien, die unabhängig voneinander entstanden, bestätigen die Vorteile, die wir hier gerne anpreisen. Und sie zeigen darüber hinaus weitere erstaunliche Potentiale dieser Pflanze auf.

So eine randomisiert kontrollierte, iranische Studie von 2020. Die Ärzte untersuchten 60 hospitalisierte Herzpatienten mit Angst- und Schlafstörungen. In der Versuchsgruppe inhalierten die Patienten fünf Tropfen der Damaszenerrosen-Essenz in destilliertem Wasser an drei aufeinander folgenden Abenden um 22:00 Uhr, während die Kontrollgruppe bloss destilliertes Wasser bekam. Das Resultat: In der Versuchsgruppe waren die Angstzustände signifikant reduziert und die Schlafqualität deutlich erhöht. 

In Japan untersuchte die Professorin Naho Maruyama von der Teikyo Heisei Universität in Tokyo 2017 den Effekt des Damaszenerrosenhydrolats auf besonders pathogene Keime, nämlich Candida albicans und MRSA. MRSA steht für Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus – eine durch den breiten Einsatz von Antibiotika seit den 1960er Jahren zunehmend auftretende resistente Staphylokokkenart. Diese kann bei Krankenhauspatienten üble Infektionen verursachen. Der Blick durch das Mikroskop zeigte, dass das Hydrolat die Lebensfähigkeit dieser Keime bereits nach einer Stunde messbar reduzierte. «Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Rosenwasser die Pathogenität von Mikroorganismen verringern und die Stimulation von Neutrophilen, die an Entzündungsreaktionen beteiligt ist, abschwächen kann», so das akademische Fazit.

Eine besonders interessante, 2020 publizierte Versuchsreihe fand in Südkorea statt. Zehn Frauen wurde sechs Wochen lang ein Präparat aus Rosenblütenextrakt auf eine Gesichtshälfte aufgetragen, während die andere Seite unbehandelt blieb. Während dieser Zeit benutzten sie keinerlei andere Kosmetika. Die Forschenden setzten die Frauen kontrollierter UV-Strahlung aus, um die Hautalterung via Sonneneinstrahlung (= «Photoaging») zu simulieren. Die Messung der Haut nach sechs Wochen offenbarte erstaunliche Unterschiede. Sonnenbrand ist ein entzündlicher Prozess, und das Rosenblütenpräparat vermochte diesen zu stoppen. Mehr noch: Auf der rosig behandelten Seite war die Collagenschicht der Haut nicht nur unbeschädigt, sondern stabiler und dicker als am Anfang. Im Klartext bedeutet das, dass die Falten etwas reduziert waren. So konnte ein dezent verjüngender Effekt nachgewiesen werden. Ebenso wurde die Pigmentierung der Epidermis, also die Melaninproduktion geschwächt. Die Haut war auf der behandelten Seite messbar heller.

Wesentlich für uns ist ein Nebensatz am Schluss der koreanischen Studie: Die Forschenden fanden keinerlei negative Nebenwirkungen des Rosenblütenpräparates. Wie bemerkenswert!

Soweit die Zusammenfassungen dreier seriöser Studien, von denen inzwischen Tausende existieren. Auch andere Themen wurden und werden untersucht. Es ist megaspannend. Wir bleiben dran!

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